Unser Fokus & unsere Geschichte

Ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Studierenden den Neuanfang in der Fremde zu erleichtern und diese zum Zuhause auf Zeit oder auf Dauer werden zu lassen, gab 2014 den Anstoß zur Gründung unseres Vereins Dresden – Place to be! Die Mitglieder eint das Ziel, im Ringen um die besten Köpfe in einer Stadt mit vielfältigem Kulturleben und landschaftlich reizvoller Umgebung eine neue Willkommenskultur etablieren.

Angefangen hat es mit ehrenamtlichen Patenschaften für Forscherinnen und Forscher, die an Hochschulen und Institute kommen. Mit dem Flüchtlingsstrom kamen dann auch Menschen dazu, die vor Krieg, Not und Perspektivlosigkeit aus ihrer Heimat flüchten mussten.

Engagieren kann sich jeder, auch ohne Vereinsmitgliedschaft. So unterstützen auch viele Externe die Neu-Dresdnerinnen und Neu-Dresdner, schnell Anschluss und Freunde zu finden, zeigen ihnen die Stadt, helfen bei Formalitäten, Behördengängen, bei der Schul-, Kita- oder Arztsuche, vermitteln Sprachkurse, Nachhilfe und Lerntraining, Praktikums- und Ausbildungsplätze. Auch gemeinsame Aktivitäten in Familie oder mit Freunden vom Zoobesuch bis zum Opernabend lassen neue Freundschaften und Netzwerke entstehen, von denen alle profitieren.

So hat unser Verein etwa mehreren Studirenden zu einem Stipendium verholfen oder Finanzlücken überbrückt. Erhat quasi eine Grundschule „adoptiert“, in der mehr als 60 Prozent der Kinder mit Migrationsgeschichte lernen. Dort entstehen eine Bücherei und ein Schulgarten, Dresden – Place to be! finanziert Unterrichtsmaterial wie Beamer oder Laptops und zum Schuljahresende Preise für besondere Leistungen.

Von der gezielten Hilfe abgesehen, engagiert sich Dresden – Place to be! e.V. unter der Überschrift „Dresden – offen und bunt“ für die Stadtgesellschaft, organisiert Demonstrationen ebenso wie eigene Veranstaltungen. Den Auftakt machte 2015 ein überregional beachtetes Großkonzert für Weltoffenheit und Toleranz, auf dem Künstlerinnen und Künstler wie Herbert Grönemeyer, Wolfgang Niedecken oder Silly mit Anna Loos ein Zeichen gegen die fremdenfeindliche Pegida setzten. Einige Monate später folgte eine Konferenz zum Thema, samt Konzert.

Und auch das inzwischen traditionelle „Gastmahl“ im Sommer bringt – mit Ausnahme 2020 wegen der Corona-Pandemie – Menschen verschiedenster Herkunft und Kultur an langen Biertischen im Stadtzentrum zusammen, die bei oder über ihre jeweiligen Lieblingsspeisen ins Gespräch kommen. Viele dieser Aktionen organisieren wir gemeinsam mit verlässlichen Partnern, u.a. der Cellex Stiftung.

Und auch im Internet fallen wir auf: Unsere Facebook-Seite Bündnis für ein offenes Dresden hat über 18 000 Follower und Aktionen wie „Ich bin Dresdner“ strahlten bis ins Ausland.